Die tatsächlichen Kosten von Investmentfonds


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Die tatsächlichen Fondskosten von Investmentfonds

Die Kosten sind neben der richtigen Anlageentscheidung (basierend auf einer langfristigen Finanzplanung) der wichtigste Einflussfaktor für den Erfolg des Anlegers. „Na klar!”, sagt jeder Kunde, dem ich das erkläre und zieht im nächsten Augenblick doch die falschen Schlüsse, wenn wir unser Beratungshonorar nennen: „Das ist aber teuer. Bei meiner Bank bekomme ich die
Beratung umsonst und die Fonds kosten auch nicht mehr. ” heißt es dann.

Die Kosten in der Geldanlage sind vielschichtig und man vertut sich leicht. Da gibt es, vereinfacht gesagt, äußere Kosten, die ausgewiesen werden und für den Anleger einfach zu erkennen sind. Zusätzlich gibt es aber noch innere Kosten, die man auf Anhieb nicht erkennt und die selbst für den Fachmann
nur schwer komplett nachzuvollziehen sind.

Investmentfonds – Die angegebenen „Gesamtkosten” sind nur ein Teil der Kosten

Jeder Anleger, der ein Wertpapier kauft, geht ein Risiko ein. Das kann hoch oder gering sein, in jedem Fall gibt es eine marktübliche Rendite, die für sein Risiko angemessen ist. Die tatsächlichen Gesamtkosten seiner Anlage erkennt man, wenn man diese marktübliche Rendite mit seiner tatsächlichen Rendite vergleicht. Ich möchte das an einem Beispiel erläutern.

MSCI Emerging Markets ETFs im Vergleich: 3-Jahresrendite in Euro (thesaurierende ETFs, Zeitraum 3 Jahre (31.7.2012 – 31.07.2015).
ist ein Teilausschnitt des Gesamtmarktes, der von einem Analysehaus definiert wird und aus einer festgelegten Liste von Unternehmenstitel besteht. In meinem Beispiel ist es der Teilausschnitt der Emerging Markets (Schwellenländer), der von Morgan Stanley über eine Liste von 835 Unternehmen in diesem Index festgelegt ist. Da Indexfonds dem Anleger nichts anderes versprechen, als den Index genau abzubilden, so dass der Anleger nicht selbst in alle 835 Unternehmen einzeln investieren muss, haben wir hier eine eindeutige Messlatte für die marktübliche Rendite des Fonds und können die Fondsergebnisse mit der Wertentwicklung des Index vergleichen.

Während der Index im 3-Jahreszeitraum 14,71% Wertzuwachs hatte, liegen die Indexfonds zwischen 12,63% und 9,62%, also bis zu 35% schlechter als der Index. Diese Differenz zum Index sind die tatsächlichen Kosten für einen Anleger, der diese Fonds besitzt. In Rot ist dargestellt, wieviel von diesen Kosten die für den Anleger sichtbaren, in den Produktinformationen
ausgewiesenen „Gesamtkosten” (TER) der Fonds ausmachen. Der Rest (grau) sind für den Anleger unsichtbare innere Kosten. Wie man erkennt, sind durchgängig bei allen 9 Fonds die zusätzlichen, nicht ausgewiesenen, inneren Kosten mehr als doppelt so groß, als die ausgewiesenen, äußeren Kosten.

Unabhängige Beratung spart mehr als sie kostet

Aus zwei Gründen ist obiges Beispiel mit kostengünstigen ETF-Indexfonds. Erstens sind sie allgemein anerkannt und von Verbraucherschützern propagiert die günstigste Form der Investmentfonds und man sieht wie gewaltig selbst hier das Fehlerpotential für den Anleger durch die unsichtbaren inneren Kosten ist. Zweitens haben wir nur bei Indexfonds überhaupt die Möglichkeit
einfach den richtigen Vergleichsmaßstab für den Fonds zu finden. Bei den meisten gängigen Finanzprodukten darf das Management die Anlagezusammensetzung ständig verändern. So ist es gar nicht möglich zu wissen, welche Risiken eingegangen werden und welche Rendite angemessen wäre. Die tatsächlichen Kosten, die der Anleger trägt, kann man nicht einfach ablesen.

Die inneren Kosten sind also ein wahrer Verschiebebahnhof, in dem alles untergebracht werden kann, was der Anleger nicht zwingend im Detail sehen soll. Beratung, die selbst aus diesen Kosten bezahlt wird, wird kaum Licht ins Dunkel bringen. Sicherheit kann der Anleger nur bei unabhängiger Beratung haben, die ausser dem Kundenhonorar keine Zuwendungen von Dritten erhält. Auch wenn das auf den ersten Blick die Geldanlage teurer macht (das Honorar ist transparent ausgewiesen und somit als Teil der äußeren Kosten für den Kunden sichtbar), wird dies schon im Eigeninteresse des Beraters durch Einsparungen bei den inneren Kosten in den empfohlenen Produkten um ein Vielfaches wettgemacht.

Übrigens: Unsere Empfehlung für die Anlage in den Teilmarkt der Schwellenländer ist der ausschüttende Emerging Markets Value Fonds von Dimensional. Er ist nicht direkt mit obigen ETFs vergleichbar, weil er nicht genau den MSCI Index nachbilden will, sondern unabhängig in sogar mehr als doppelt so viele Unternehmen investiert (1.851 aktuell). Dessen 3-Jahresergebnis im betrachteten Zeitraum waren 11,54% mit zusätzlichen Dividendenausschüttungen von rund 6%. Also selbst nach Abzug des Beratungshonorars für den Anleger das beste Ergebnis aller hier verglichenen Fonds.

Schlussfolgerung:

Nicht die sichtbaren äußeren Kosten sondern die tatsächlichen Gesamtkosten sind für den langfristigen Anlageerfolg zu optimieren. Dies gelingt am zuverlässigsten mit einem unabhängigen Anlageberater auf Honorarbasis.

Rufen Sie uns an unter Rufen Sie uns gerne an!0211 – 61793 100 oder schreiben Sie uns an cdagg@brilliant.de, wir zeigen Ihnen Ihre Sparmöglichkeiten auf.

Den gesamten Artikel inkl. der aktuellen Anlageklassenrenditen können Sie sich hier auch als Pdf-Dokument herunterladen.

2018-04-19T18:24:03+00:00

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