Die besten Indexfonds


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Kurze Erinnerung an den letzten Newsletter zu Indexfonds: Aktien und Anleihen sind die beste Wahl für den langfristigen Investor, wenn sich sicherstellen lässt, dass man immer zu den Gewinnern gehört und nichts verpasst. Für Teilmärkte können Indexfonds genau das garantieren, weil sie wie ein Netz stets die dicken Fische einfangen.

Tatsächlich gibt es Tausende von Indexfonds, die meisten sogenannte ETFs, mit zum Teil gewaltigen Unterschieden.

Das Thema heute: Welche sind die besten Indexfonds?

Wir wollen keine Prognosen, weil niemand die Zukunft vorhersagen kann. Ein Anlageinstrument ist gut, wenn es bestmöglich für unser Anlageportfolio die Rendite einfängt, die in den Märkten vorhanden ist. Maximal sein soll also:

(A: Eingefangene Marktrenditen) minus (B: Kosten der Umsetzung)

Für A ergibt sich direkt, dass der Index wirklich groß sein muss. Wir wissen nicht, wann und wo die besten Fischschwärme unterwegs sind. Nur in Teilgebieten oder kleinen Buchten (sic. DAX) die Netze auszuwerfen birgt das Risiko, eine magere Beute zu machen. Wir müssen gleichzeitig in allen Meeren unterwegs sein: Das muss die Zusammenstellung des oder der gewählten Index bzw. Indizes gewährleisten. Und die Indexfonds mit denen wir dann die Werte dieser Indizes für unser Portfolio kaufen wollen, müssen alle Wertpapiere auch wirklich vollständig und physisch besitzen. Die
nachfolgende Grafik zeigt sehr anschaulich, wie gefährlich es ist,

  1. mit einem zu kleinen Netz auf Fischfang zu gehen oder,
  2. wie viele gängige Fonds, zu versuchen die Beute des Index lediglich mit einer repräsentativen Auswahl an Wertpapieren oder gar mit einer komplett synthetischen SWAP-Konstruktion einzufangen.

Nur die besten 10 % verpassen bedeutet schon, die Rendite zu halbieren.

Es gibt weltweit etwa 150.000 handelbare Unternehmen, knapp 20.000 davon kommen größenmäßig für ein globales Anlageportfolio in Frage. Die besten Indexfonds bestehen aus Aktien von 9.000 bis 11.000 ausgewählten Unternehmen und ermöglichen so ein minimales Risiko, Rendite zu verpassen. Die Information über die gehaltenen Unternehmen findet sich im Geschäftsbericht des Fonds, wo stets auch alle Anlagen des Fonds einzeln aufgelistet sind.

Das zweite große Unterscheidungskriterium für Indexfonds entsteht im Teil B der obigen Gleichung, d. h. welche Kosten der Indexfonds verursacht. In „Die tatsächlichen Fondskosten“ hatten wir zuletzt deutlich gemacht, dass hierbei nicht nur die sichtbaren äußeren Kosten zählen, sondern auch die unsichtbaren inneren Kosten.

„Bei Diversifikation gilt für den Anleger das gleiche, das bei Keuschheit für den Teenager gilt:
Es ist ein einfach zu verstehendes Konzept, das aber sehr schwer durchzuhalten ist.“

ANONYM

Die inneren Kosten entstehen hauptsächlich beim Handel, also der Häufigkeit und der Art und Weise, wie der Indexfonds Wertpapiere kauft und verkauft.

Die besten Indexfonds befolgen intelligente Organisationsprinzipien um die drei größten Renditeräuber beim Handel wirksam zu bekämpfen. Erstens begrenzen sie grundsätzlich den Wertpapierumschlag. Im Idealfall werden Käufe und Verkäufe nur durch Zu- oder Abfluss von Anlegergeldern ausgelöst, d. h. reine Umschichtungen entfallen komplett, und auch die Zu- und Abflüsse
der Anlegergelder werden möglichst stabil gehalten.

Zweitens folgen die besten Indexfonds keinem externen Index eines gewerblichen Indexanbieters (bspw. DAX, DowJones, MSCI, S&P) sondern leiten sich selbst den anzustrebenden Indexkorb täglich aus den vorgegebenen Anlageklassen ab. Das ist für den Fonds zwar einiges mehr an Aufwand, rechnet sich aber mehrfach für den Anleger:

  • Es fallen keine Gebühren für den Index-Anbieter an.
  • Die Erkenntnisse aus der Verhaltenspsychologie an Finanzmärkten können berücksichtigt werden. So ist bekannt, dass bei Neuemissionen der Preis selten stimmt. Ferner ist bekannt, dass Aktien, deren Kurs stark in Bewegung ist, in beide Richtungen stets über das Ziel hinausschießen (man nennt das Trägheitseffekt).
  • Die Markteinflusskosten werden vermieden. Diese entstehen bei Indexfonds auf öffentliche Indizes, weil deren Zusammensetzung von den Indexanbietern stets zu einem festen Stichtag aktualisiert wird. Die ganze Welt weiß somit, welche Titel die zugehörigen Indexfonds an diesem Datum verkaufen und kaufen müssen. Diese Indexfonds erhalten zwangsläufig immer schlechte Kurse für ihre Orders.

Drittens, die besten Indexfonds passen das gehaltene Unternehmensuniversum täglich an die Marktentwicklung an. Verglichen mit der jährlichen Anpassung wird so das Risiko-/ Rendite Profil des Portfolios optimal gehalten, weil Unternehmen im Index sich im Jahresverlauf stark entwickeln können. Die besten Indexfonds, die diese Kriterien erfüllen, sind unter den institutionellen
Anlageklassenfonds zu finden. Sie bieten dem Anleger nachweislich über lange Laufzeiten zuverlässig die optimalen Marktrenditen.

Schlussfolgerungen

  • Der Indexfonds ist für den Privatanleger die beste Erfindung, seit es Finanzmarktforschung gibt.
  • Planbarer Erfolg stellt sich auch mit Indexfonds nur im Rahmen einer vernünftigen, spekulationsfreien (passiven) Anlagestrategie ein.
  • Nicht jeder Indexfonds funktioniert gleich gut. Die besten sind unter den institutionellen Anlageklassenfonds zu finden.

Rufen Sie uns an unter Rufen Sie uns gerne an!0211 – 61793 100 oder schreiben Sie uns an cdagg@brilliant.de, wir zeigen Ihnen die besten Investmentfonds.

Den gesamten Artikel inkl. der aktuellen Anlageklassenrenditen können Sie sich hier auch als Pdf-Dokument herunterladen.

2018-04-19T18:21:20+00:00

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