Aktuelles der Brilliant Vermögensverwaltung

Nachhaltig investieren

von
  • Verantwortung für die Familie

Die Nachhaltigkeit eines Investments gehört heute zu den wichtigsten Faktoren für private Investoren. Es sind nicht nur noch Risiko und Rendite die ausschlaggebend für die Wahl eines Produktes sind, ökologische sowie soziale Aspekte spielen eine immer größere Rolle für Investoren. Laut einer Umfrage von 20181, beantworteten die Frage, ob sie für eine nachhaltige Geldanlage eine geringere Rendite in Kauf nehmen würden 31% mit „Ja“ und 54% mit „Eventuell“. Im Jahr 2010 sah das Bild noch ganz anders aus, hier lagen die Quoten bei 14% und 49% respektive.

Wie man unschwer erkennen kann, hat sich der Bedarf nach „Nachhaltigkeit“ in den letzten Jahren nur weiter gestärkt und beeinflusst immer mehr Entscheidungen. Auch für die Deutschen wird das Thema immer wichtiger, da sogar wir erstmals die Auswirkungen der Erderwärmung hautnah zu spüren bekommen. Wir Deutsche sind uns eigentlich einig: Nachhaltigkeit ist sehr wichtig, aber wie man das am besten in seine Investments übersetzt ist noch unklar. In der oben erwähnten Studie wurden Anleger zusätzlich befragt, wie viel interessiert wären „nachhaltig“ zu investieren und wie viele tatsächlich in „nachhaltige“ Geldanlagen investiert sind. Die Auswertung ist erschreckend, während gut 75% der Befragten Interesse zeigen, besaßen nur 12% Produkte die als „nachhaltig“ klassifiziert waren.

Die Frage ist nun, warum sind so viele Investoren an „nachhaltigen“ Investments interessiert, aber so wenige haben die entsprechenden Instrumente in ihren Portfolios. Ich bin der Überzeugung, dass es dafür zweierlei Gründe gibt: Erstens, „nachhaltige“ Produkte haben den Ruf, schlechter zu performen als „konventionelle“ Produkte. Zweitens, das momentane Angebot ist sehr undurchsichtig und beworbene Instrumente sind weitgehend illiquide.

Dieser Blogeintrag ist dazu da, um mit den oben genannten Stigmen aufzuräumen und darüber aufzuklären, wie auch sie ohne großen Mehraufwand „nachhaltig“ investieren können. Zunächst, der Ruf der „Unterperformance“ von „nachhaltigen“ Instrumenten ist wissenschaftlich unergründet. Eine Studie der Ratingagentur Scope-Analysis2 hat im Jahr 2017 festgestellt, dass „nachhaltige“ Fonds die „konventionellen“ Fonds über einen 3-Jahres Zeitraum sogar in Rendite schlagen. Folglich braucht man als Investor keine Sorge haben, Rendite zu verpassen, wenn man „nachhaltig“ investiert ist.
Der zweite Grund ist das Problem, dass Investoren nicht wissen wie sie genau investieren sollen. Im Internet werden diverse „nachhaltige“ Anlage Optionen beworben, meistens gehören diese aber zu den alternativen Anlageklassen. Diese Alternativen, sind meistens Beteiligungen oder Anleihen zu „nachhaltigen“ Projekten, welche meistens aber durch hohe Kosten, lange Laufzeiten und Illiquidität für die meisten privaten Investoren nicht empfehlenswert sind. Darüber hinaus stellen einzelne Projekte ein hohes Ausfallrisiko für Investoren dar, die sich kein Portfolio aus Beteiligungen selbst zusammenstellen können.

Wie sind nun Investoren in der Lage, die „emotionalen & finanziellen“ Vorteile von nachhaltigen Investments zu ernten, während sie die Fallen der alternativen Anlageklassen umgehen. Die Antwort lautet: „Nachhaltige-Fonds“. Sie kombinieren die „nachhaltige“ Investment Philosophie, mit einem gewünschten Level an Diversifikation und sind somit ideal für private Anleger.

Wie funktionieren aber „nachhaltige“ Fonds und was unterscheidet sie von „konventionellen“ Fonds. Um als „nachhaltiger“ Fond klassifiziert zu werden, müssen Fond-Unternehmen gewisse Zusatzkriterien in Betracht ziehen, wenn sie ihr Portfolio zusammensetzen. In den meisten Fällen werden dort die ESG-Kriterien verwendet, die Firmen auf ökologischen, sozialen und aufsichts-technischen Kriterien bewerten und dementsprechend in ihrem Portfolio aufnehmen oder nicht. So werde Firmen, die nachweislich viel CO2 produzieren, nur gering oder gar nicht in das Portfolio aufgenommen. Zusätzlich gibt es in den meisten „nachhaltigen“ Fonds, gewisse Industrien die komplett aus der Platzierung ausgeschlossen werden. Zu den ausgeschlossenen Industrien gehören meistens große ökologische Emittenten wie fossile Energie-Unternehmen und sozial-kritische Unternehmen wie Alkohol, Tabak und Glücksspiel, sowie auch viele Rüstungsunternehmen

Sollten auch sie Interesse haben, damit anzufangen „nachhaltig“ zu investieren oder den Wunsch haben, Ihr bestehendes Portfolio zu optimieren, melden sie sich bei mir, Ich berate Sie gerne.

Christian Dagg

Der größte Feind des Anlegers ist häufig der Anleger selbst. Ein unabhängiger Berater bringt den größten Nutzen, wenn er sich zwischen den Anleger und dessen schlimmste Fehlentscheidung stellen kann. Meine Beiträge sollen wie ein Filter für vernünftige Finanzentscheidungen wirken. Ich möchte belastbare Fakten und gesunden Menschenverstand im Zusammenhang mit Finanzthemen in den Vordergrund stellen und versuchen, dies so zu erklären, dass es jeder für sich einordnen kann.

Für Anregungen und Kommentare bin ich immer offen.

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