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Die 4 Risiken bei der Geldanlage die man kennen sollte

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  • Stand der Wissenschaft

Wenn ich mich mit Menschen, die nicht vom Fach sind, über das Thema Aktien und Investments unterhalte, gibt es üblicherweise zwei Standpunkte. Die Einen, haben das "Teufelszeug" schon vor Jahren abgeschrieben und die Anderen, erzählen dann gleich welche Kryptos sie interessant finden und fragen, was ich von Wasserstoffinvestments halte. Typisch für uns Menschen: Wir denken immer in den Extremen. Aber die wenigsten haben eine ganz nüchterne und sachliche Perspektive und verstehen sowohl die Chancen, als auch die Risiken.

Hier eine unvollständige Liste, der für mich wichtigsten Risiken, wenn es um das Thema Geldanlage geht. Einige kann man ausschließen und mit anderen muss man leben, aber wichtig ist es, sie alle zu kennen und informierte Entscheidungen zu treffen.

Emittentenrisiko

Der englische Begriff beschreibt dieses Risiko eigentlich sehr gut: „counterparty risk“. Das Risiko, dass mein Vertragspartner in finanzielle Schwierigkeiten kommt und seinen Teil der Abmachung (Vertrag) nicht einhalten kann. Dieses Risiko triff auf, wenn man keinen Wertgegenstand kauft, sondern einen Vertrag abschließt, der einem etwas in der Zukunft zuspricht. Wenn die Gegenpartei dann zahlungsunfähig ist, kann der Vertrag, noch so teuer, manchmal wertlos werden.

Beispiele: Alternative Anlagen (geschlossene Immobilienfonds und Container), einzelne Anleihen, synthetische Produkte, Kryptos und das gute alte Sparbuch (teilweise geschützt durch die Einlagensicherung).

Das Emittentenrisiko sollte und kann man weitestgehend vermeiden.

Totalausfallrisiko oder auch Spekulationsrisiko

Bei diesem Risiko geht es darum, dass man durch reine Spekulation, große Teiles seines Vermögens langfristig verzockt. Hier reden wir nicht von kurzfristigen Kurseinbrüchen, sondern von langfristigen realen Verlusten. In den Märkten gibt es eine klare Verbindung zwischen eingegangenen Risiken und möglichen Erträgen. Manche Anlageformen haben jedoch ein so hohes Risiko und da muss man weniger vom Investieren, als von Spekulieren reden. Solche Produkte ähneln eher einem Glücksspiel als den Aktienmärkten. Nur wissen die Leute, dass am Ende des Casino-Abends die Bank immer gewinnt, aber denken, bei gehebelten Wetten auf irgendwelche Trendaktien ist das etwas ganz anderes 😊

Beispiele: Einzelaktien, Derivate, Krypto

Das Spekulationsrisiko ist durch den Ausschluss einiger Produkte und breite Streuung vermeidbar.

Schwankungsrisiko

Dieses Risiko beschreibt die Ungewissheit beim Investieren, man kann nicht sagen, wo der Wert in einer Woche liegen wird. Wer kurzfristige Zahlungsverpflichtungen hat oder über keine Rücklagen verfügt, sollte deswegen nur geringe Schwankungsrisiken eingehen. Jedoch ist dieses Risiko notwendig, um Renditen zu erzielen. Auf dem Sparbuch kann man genau berechnen, was in einem Jahr auf dem Konto liegt, aber eine wirkliche reale (nach Inflation) Rendite kann man nicht erwarten. Rendite ist die Bezahlung für die Ungewissheit, nicht zu wissen, wie der Stand morgen ist. Natürlich kann man das Maß der Ungewissheit beeinflussen, aber es ist ein zentraler Bestandteil des Investierens.

Beispiele: Alle zinslich nicht festgelegten Wertpapiere.

Das Schwankungsrisiko ist wichtig für den Vermögensaufbau, aber nicht alle Schwankungen bringen auch mehr Rendite. Aber den Unterschied zum Totalausfallrisiko zu verstehen, ist sehr wichtig.

Inflationsrisiko

Dieses Thema ist momentan in aller Munde, es war aber schon immer ein wichtiger Bestandteil der Geldanlage. Das Inflationsrisiko besteht dann, wenn die langfristige Rendite einer Geldanlage unterhalb der Inflationsrate liegt. Langfristig verliert das Vermögen somit an Kaufkraft und in der Zukunft kann man sich weniger damit leisten als heute. Hierbei ist es wichtig sich die netto Rendite, also nach Kosten und Steuern anzusehen. Oftmals ist man zwar in Aktien investiert, aber man zerstört sich durch teure Produkte und fehlerhaftes Anlegerverhalten die netto Rendite. Zudem sind vermeintlich sichere Produkte wie Sparkonten oder Anleihen von Banken eigentlich ein Geldgrab. Vor allem in Zeiten von hoher Inflation. Dieses Risiko sehe ich als sehr gefährlich an, da es ein verstecktes Risiko ist, was erst langfristig sichtbar wird und nicht investierten Menschen langfristig enteignet.

Beispiel: Anleihen, Sparkonten, Bargeld, Geldeinlagen

Das Inflationsrisiko ist durch prognosefreies Investieren vermeidbar. Es ist jedoch sehr gefährlich für Menschen, die kein Finanzwissen haben und für die das Investieren zu riskant ist.

Fazit

Neben den oben erwähnten Risiken gibt es noch viele mehr, aber die aufgezählten sind meiner Meinung nach besonders wichtig zu verstehen. Während die einen kontraproduktiv, aber auch vermeidbar sind, sind die anderen ein notwendiges Übel. Wissen ist hier ganz klar Macht.

Auf einen Sturm kann man sich besser vorbereiten, wenn man weiß, dass er kommen wird. Aber nur weil es manchmal stürmt, muss man nicht von vornherein in einen Bunker ziehen.

Maximilian Worm

Als Finanzberater bei der Brilliant GmbH, führe ich meine Mandanten durch die komplexe Welt der Kapitalmärkte. Während meines Studiums wurde mir bewusst, dass viele uninformierte Anleger den Tücken der Märkte zum Opfer fallen. Mein Ziel ist es, sie mit Wissen und Planung, in ihren finanziellen Zielen zu unterstützen.

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