Aktuelles der Brilliant Vermögensverwaltung

Bildung von Reserven

von
  • Privates Vermögen

3 praktische Hinweise zur Bildung von Reserven

Reserven, auch Rücklagen genannt sind Barmittel, die vorgehalten werden, um auf überraschenden Geldbedarf reagieren zu können. Reserven sind eine Planungskategorie für jede Anlagestrategie. Nicht alle Ziele bei der Vermögensplanung sind gleichwertig und müssen daher einzeln betrachtet werden. Dazu gibt es das Terrassenmodell: Es hilft, Ihre Ziele in einzelnen Planungskategorien zu sortieren und so einen besseren Überblick zu verschaffen. Reserven sind in diesem Modell die erste Stufe, und nur auf diese konzentrieren wir uns heute.

1. Halten von Reserven

Die Frage der Anlagestrategie für Reserven ist schnell beantwortet: Reserven sollten Sie immer auf einem Cash-, Tagesgeld- oder Geldmarktkonto vorhalten. Punkt.

2. Höhe von Reserven

Grundsätzlich sollte die Reserve so gering wie möglich, aber so hoch wie nötig sein, denn die Mittel in der Reserve werden bei geringer Rentabilität gehalten. Wie hoch Ihre Reserve sein sollte hängt stark von Ihrem regelmäßigen Einkommen ab. Kalkulieren Sie aber nicht zu knapp, denn in der heutigen Zeit wird in den verschiedensten Auskunfteien verfolgt, welche Personen ihre Verpflichtungen nicht pünktlich und vollständig erfüllen. Wenn Sie hier negativ auffallen, kann Kreditwürdigkeit verloren gehen.

Unser Tipp: In der Praxis wird eine Reserve zwischen dem dreifachen und dem sechsfachen des Monatseinkommens bzw. der monatlichen Lebenshaltungskosten als ausreichend angesehen.

3. Hilfreiche Fragestellungen

Die folgenden Überlegungen helfen, die richtige Höhe der Reserve für sich zu bestimmen:

  • Wer übernimmt Reparaturen im Haus (Vermieter oder Eigentümer)?
  • Sind beruflich oder altersbedingt höhere Krankheitskosten zu erwarten?
  • Leben im Haushalt weitere Menschen oder Tiere, denen etwas zustoßen könnte, so dass auch für sie eine Reserve erforderlich wäre
  • Welche Beiträge und Einkommen sind aufgrund des Lebensstils durch die Reserve aufzufangen?
  • Welche Versicherungen bestehen und wie zuverlässig ersetzen diese eine eigene Reserve?
  • Welche Forderungen sind vielleicht unbeachtet und können kurzfristig zu erfüllen sein (Steuerrechnungen, Gewährleistungen von Kunden, anstehende Teilzahlung bei Investitionsprojekten)?


Wenn Sie diese Fragen beachten, wird die Kalkulation für Ihre Reserven leichter und Sie wissen genau, wieviel Geld Sie als Reserve zurücklegen müssen.

Mein Tipp: Je riskanter investiert wird, desto höher sollten auch die Reserven sein, um somit das Gewissen zu beruhigen. Reserven können also dazu dienen, ein Risiko auszugleichen.

Für einen erfolgversprechenden Finanzmasterplan ist es wichtig, dass Sie Reserven einkalkulieren. Dadurch wird verhindert, dass Sie ungeplant an Gelder gehen müssen, die für andere Zwecke eingeplant waren und dadurch Ihren Masterplan für die Rente gefährden.

Christian Dagg

Der größte Feind des Anlegers ist häufig der Anleger selbst. Ein unabhängiger Berater bringt den größten Nutzen, wenn er sich zwischen den Anleger und dessen schlimmste Fehlentscheidung stellen kann. Meine Beiträge sollen wie ein Filter für vernünftige Finanzentscheidungen wirken. Ich möchte belastbare Fakten und gesunden Menschenverstand im Zusammenhang mit Finanzthemen in den Vordergrund stellen und versuchen, dies so zu erklären, dass es jeder für sich einordnen kann.

Für Anregungen und Kommentare bin ich immer offen.

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